Projekt: Denkmale der Pfalz – Regionalplan Rhein-Neckar
»Das Objekt in seiner Raumwirksamkeit« – so lautet die Vorgabe für diesen Auftrag. Für die Direktion Landesdenkmalpflege der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz fotografiere ich über 20 regional bedeutsame Kulturdenkmäler zwischen Ludwigshafen und der Südlichen Weinstraße. Die Aufnahmen illustrieren eine Publikation zu den Kulturlandschaftsbereichen, die die Landesdenkmalpflege gemeinsam mit den Fachbehörden in Hessen und Baden-Württemberg erarbeitet.
Die hier gezeigten Objekte stammen aus den bereits abgeschlossenen Etappen in Ludwigshafen, Schifferstadt, Haßloch, Bad Dürkheim, Neustadt an der Weinstraße und Edenkoben. Die Arbeit wird fortgesetzt.
Auftraggeber: GDKE Rheinland-Pfalz, Direktion Landesdenkmalpflege · Aufnahmen: September 2026
Friedrich-Ebert-Halle, Ludwigshafen am Rhein. Roland Rainer, 1962–1965, ausgeführt von Dyckerhoff & Widmann. Ein Schalentragwerk aus vorgespanntem Stahlbeton in Form eines hyperbolischen Paraboloids – 60 × 60 Meter stützenfrei.Die weit ausgreifenden Randträger tragen das Dach; dahinter Stadt und Industrie.Ebertsiedlung, Ludwigshafen am Rhein. Ab 1927 für die Gemeinnützige AG für Wohnungsbau errichtet, Architekten H. Trum und W. Scholler; heute Denkmalzone.Die schnurgerade Achse der Siedlung mit ihren Baumreihen.Rolleswasserturm, Ludwigshafen-Hemshof. Luftschutzhochbunker von 1942, 1953 als Wasserturm aufgestockt; die Fassadengestaltung schuf 1975 Friedrich Ernst von Garnier. Heute Kulturzentrum »kulTurm«.Der Turm überragt die Wohnbebauung des Hemshofs.BASF Creation Center, Ludwigshafen am Rhein. Humpert & Kösel-Humpert Architekten, fertiggestellt 2019: ein zweigeschossiger Kubus, aufgesetzt auf einen Luftschutzhochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Vorhangfassade aus perforierten Aluminiumpaneelen zeigt eine Grafik aus Netzwerken und Werkstoffstrukturen.Der Neubau steht außerhalb der Werkstore an der Karl-Müller-Straße und ist damit öffentlich einsehbar.Ludwigshafener Walzmühle. Der 1906 errichtete Monumentalbau von Adolf Lipps ersetzte den Vorgängerbau, den 1905 eine Mehlstaubexplosion zerstört hatte; in der Mitte der neungeschossige ehemalige Wasserturm.Die Walzmühle am Rheinufer, zwischen Uferpark und Bahntrasse.Kammerschleuse am Luitpoldhafen, 1894–1897, mit dem Pegelturm von um 1900. Das große Zifferblatt zeigt keine Uhrzeit, sondern den Rheinpegel.Die Schleuse hielt die Strömung des Rheins aus dem langgestreckten Hafenbecken; seit den 1960er-Jahren ist sie außer Betrieb.Wasserturm Schifferstadt, 1931. Zwölfseitiger Betonbau mit Zeltdach, bis heute Teil der Trinkwasserversorgung.Ortsbildprägend über der offenen Rheinebene.Fronmühle bei Haßloch, 1255 erstmals erwähnt und nach dem Brand von 1882 wieder aufgebaut. Sie liegt am Speyerbach, dessen Wasserkraft einst das Mahlwerk trieb.Das Anwesen in freier Feldlage, im Hintergrund der Anstieg der Haardt.Bezirksregierungsgebäude Neustadt an der Weinstraße, 1954/55, heute Sitz der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd. Der sechsgeschossige Hauptflügel schwingt konkav zurück, der vollverglaste Eingangsbereich krümmt sich gegenläufig; obenauf, zurückgesetzt, ein transparenter Dachaufsatz mit der Kantine.Offenheit als Programm: So wollte sich die Verwaltung der jungen Bundesrepublik zeigen.»Le Quartier«, die ehemalige Kaserne Turenne in Neustadt an der Weinstraße, 1923 nach Plänen von Th. Bossert für die französische Besatzungsmacht errichtet. Die bauliche Gesamtanlage einschließlich Brausebad und Wasserturm steht unter Schutz.Die Anlage liegt am Ortsrand zwischen den Weinbergen; seit 2000 ist sie Gewerbestandort.Der Flaggenturm auf dem Fuchsmantel bei Bad Dürkheim, 1854 aus Bürgerspenden als neugotischer Aussichtsturm für die Gäste des jungen Solebads errichtet, im Volksmund »Kaffeemühlchen«.Im Hintergrund die Lichter des alljährlich stattfindenden Wurstmarkts.Die Burgruine Hardenburg über dem Isenachtal, nach 1205 von den Grafen von Leiningen gegründet, im 16. Jahrhundert zur Festungsresidenz ausgebaut, 1794 von französischen Revolutionstruppen gesprengt. Eine der mächtigsten Burganlagen der Pfalz.Die Ruine im bewaldeten Talraum; rechts der Ort Hardenburg an der Straße ins Isenachtal.Das Sieges- und Friedensdenkmal auf dem Werderberg bei Edenkoben, 1895–1899 nach dem Entwurf des Bildhauers August Drumm. Der Reiter hebt keine Waffe, sondern einen Ölzweig.Das Denkmal liegt auf einer Waldlichtung am Rand des Pfälzerwaldes, oberhalb der Rheinebene.