Fotografie | Grafikdesign
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Die ehemalige Französische Botschaft in Saarbrücken, 2024–2026

Fotografie · 2024–2026

Projektbeschreibung

Als ich die ehemalige Französische Botschaft im Frühjahr 2014 fotografierte, war das Ministerium für Bildung und Kultur noch im Haus. In den Büros standen Schreibtische, in den Fluren hingen Bilder, der Umzug war zwar schon teilweise im Gange, aber noch nicht vollzogen.

Seit 2024 bin ich zurück und gehe dieselben Wege noch einmal. Die Motive sind identisch, die Wiederholung ist Gegenstand der Arbeit: Was hat sich in zwölf Jahren verändert, und in welchem Zustand befindet sich das Gebäude, bevor die Sanierung beginnt?

Die Räume sind leer, die Höfe waren zugewachsen, wurden zwischenzeitlich gerodet und sind nun wieder wild bewachsen. Das Büro des Botschafters, später das des Ministers, ist aus Gründen des Denkmalschutzes vollständig mit OSB-Platten eingehaust – der bedeutendste Raum des Hauses ist derzeit der, von dem am wenigsten zu sehen ist.

Georges-Henri Pingusson entwarf die Anlage ab 1951 als Botschaft Frankreichs im autonomen Saarland; nach dem Beitritt zur Bundesrepublik wurde daraus ein Ministeriumssitz. Seit dem Auszug steht der Bau leer. Über seine Zukunft wird seither verhandelt: Sanierung des gesamten Ensembles, Teilabriss, immer wieder neue Kostenschätzungen. Was in dieser Zeit unstrittig blieb, ist der Denkmalwert – und dass er von Jahr zu Jahr teurer zu verteidigen ist. Zum Zeitpunkt dieses Textes hoffe ich darauf, dass die Sanierungsarbeiten wie geplant im Frühjahr 2027 beginnen.

→ Die Aufnahmen von 2014 finden sich im ersten Teil der Dokumentation.

Leistung: Dokumentationsfotografie, Architekturfotografie · Thema: Georges-Henri Pingusson, Nachkriegsmoderne, Denkmalpflege, Leerstand, Sanierung, Saarbrücken