Buchgestaltung »Kinder, wie die Zeit vergeht«

Kunde: Saarländisches Staatstheater, sparte 4, Saarbrücken

Projekt: »Kinder, wie die Zeit vergeht« – Konzeption, Entwurf und Produktion eines Buches zum 10-jährigen Bestehen der »sparte 4« in Saarbrücken

 

Umschlag des Buches »Kinder, wie die Zeit vergeht«

Umschlag des Buches »Kinder, wie die Zeit vergeht«

 

Die »sparte« ist ja eigentlich »nur« die kleinste Spielstätte des Saarländischen Staatstheaters. Aber eben doch viel mehr:

»Der Spielstättenpendler liebt die Sparte, weil sie viel ermöglicht, viel erlaubt, viel anregt und damit unsere Kulturgewohnheiten aufschreckt. In ihrer Kleinheit wahrscheinlich der großstädtischste Ort der Region.« (Volker Linneweber, Präsident der Universität des Saarlandes)

»Früher sagte ich immer zu meinen Studenten: geht in’s Theater.Jetzt sage ich: geht in die Sparte4.«
(Prof. Ivica Maksimovic)

Das ist wohl gesprochen und sagt viel über den »impact«, den die sparte zweifellos in der hiesigen Kulturlandschaft hatte und hat. Und hoffentlich weiterhin haben wird …

Zum Jubiläum ist in einem wirklich knappen Zeitplan ein fast 150-seitiges Buch entstanden, welches die Veranstaltungen der 10 Sparten-Jahre in Windeseile Revue passieren lässt.

Entscheidend verfeinert wird das ganze durch zehn feine Comics von Elizabeth Pich und Jonathan Kunz:

Tolle Sache: Die Comics von Elizabeth Pich und Jonathan Kunz

Tolle Sache: Die Comics von Elizabeth Pich und Jonathan Kunz

 

Ebenso entscheidend sind die vielen, technisch echt elenden Bilder! Ja, damals waren die Telefon-Kameras halt noch nicht so der Hit und lieferten auch gerne mal nur 640 Pixel breite (und durch Nasenfett weichgezeichnete) »Fotos« – was aufgrund des konsequent durchgehaltenen Comic-Panel-Rasters aber nicht weiter schlimm ist. Geht doch!

Das Panel-Raster war eine feine Idee für den Inhaltsteil ...

Das Panel-Raster war eine feine Idee für den Inhaltsteil ...

 

... und liess sich entsprechend gut und flexibel variieren.

... und liess sich entsprechend gut und flexibel variieren.

 

Letztlich findet sich in dem Buch recht wenig Text. Ein Coffee-Table-Book also? Dafür ist es zu klein (168×231 mm). Christoph Diem, künstlerischer Leiter der sparte und Auftraggeber des Projekts schreibt dazu: »dieses buch … eignet sich erstklassig sowohl als weihnachtsgeschenk als auch als klobuch, denn es ist quasi einerlei wo man es aufschlägt und wie lange man damit verweilt.es ist somit eine echte alternative zu den lichtenberg‘schen aphorismen.« Also: kaufen und verschenken, bitte!

Der Preis für den fiesesten Buch-Umschlag des Jahres sollte uns meiner Meinung nach gewiss sein. Schade nur, dass meine Variante mit der »Ballade«-Fraktur nicht durchgekommen ist… Spaß gemacht hat’s trotzdem, danke schön!

10.11.2016Kommunikationsdesign   - - - - - - - -